copyright Butow Maler
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Fetisch Fotografie Butow Maler

Unsere Serie präsentiert die spannendsten Fetish Fotografen international. Diesmal mit erlebten Bildern des deutschen Fotografen Butow Maler.

Was reizt dich an Themen wie Fetisch, BDSM oder Aktfotografie?

Das Machen. Das Erleben. Ich möchte Menschen möglichst nah erfahren. Ich möchte in sie hineinschauen und erleben, wie sie wirklich sind. In der Akt- und in der BDSM-Fotografie kann ich am einfachsten Menschen dorthin bringen, keine Rollen mehr zu spielen, sondern beim Überschreiten von Grenzen ihre Masken abzulegen.

Für mich ist deshalb auch das Machen, das Miteinander deutlich wichtiger als das Bild, was am Ende vielleicht entsteht.

Fetisch Fotografie wird immer populärer. Warum gab es lange Jahre so viele Vorurteile?

Das kann ich nicht beurteilen und auch nur spekulieren, was die Gründe angeht. Vielleicht sind wir in einer Phase, in der wieder mehr Menschen sich in ihrer eigenen Sexualität ausprobieren möchten? Die Fotografie reflektiert dieses dann.

Gibt es für Dich Tabus während einem Fotoshooting?

Besonders in der erotischen und der BDSM-Fotografie ist es wichtig, vorher Grenzen zu besprechen. Generell sind mir Menschen lieber, die tabulos in eine solche Begegnung gehen. Aber leider habe ich auch oft erlebt, dass Menschen sich selber völlig überschätzten. Wenn Interesse an BDSM-Inhalten besteht, vermittle ich immer ausdrücklich, dass ich keine Fake-Bilder machen. Wer auf dem Bilder später Schmerz zeigen möchte, erfährt diesen dann eben auch, wenn das Bild gemacht wird.

Hast du einen speziellen Fetisch, von dem du uns erzählen möchtest?

Nein, die Neigungen und Vorlieben, die da sind, sind allesamt nicht so ausgeprägt, dass ich sie Fetisch nennen würde.

Was inspiriert dich? Gibt es Fotografen oder andere Künstler, die deine Arbeiten beeinflussen? Oder vielleicht etwas Generelles aus deinem Leben?

Früher gab es Fotografen, bei deren Bildern mich manche Details reizten. Die Räume und das Licht bei Sieff zum Beispiel. Vorbilder sind die aber schon lange nicht mehr. Als Filmemacher, und ich fühle mich nun schon eine Weile mehr zum Film als zur Fotografie hingezogen, gibt es sicher mehr Vorbilder für mich. Das reicht von Einstellungen und Schnitten, die ich in anderen Filmen sehe und bewundere bis hin zur Art, wie man generell Film macht.

Unperfekter oder Perfekter Körper. Was reizt dich mehr?

Die Frage unterstellt ja, dass es den einen perfekten Körper gäbe. Mich reizen die Körper, die mir perfekt erscheinen – andere mögen sie vielleicht nicht? Mir erscheinen hagere, knochige Körper perfekt.

Welche Musik oder welcher Song verkörpert deine Kunst?

Da gibt es sicher nicht nur eine. Kürzlich hörte ich beim Bearbeiten der Bilder eines Wald-Shootings Sunn O))) und in dem Moment erschien mir die Musik tatsächlich wie der Soundtrack zu den Bildern.

Welche Projekte oder Träume möchtest du dir in deiner künstlerischen Zukunft erfüllen?

Ich möchte mein Tarot-Projekt zum Abschluss bringen. Da sitze ich schon einige Monate dran und es werden noch weitere werden. Danach werde ich mich vielleicht wieder an die Entwicklung eines Spielfilms setzen. Ich brauche immer wieder Abwechslung zwischen den verschiedenen Medien und ruhe mich im einen oder anderen aus, um dann wieder mit frischer Energie dort neues anzugehen.

Alter: 49

Ausbildung: Studium Graphik & Malerei, Kunstwissenschaft, Medienwissenschaft, Philosophie

Land: Deutschland

Website: emagination.de

Kontakt: butow@emagination.de

Nächste Ausstellung: Derzeit noch Markham Vineyard Gallery, St. Helena, CA, USA

 

Neo

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