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Sexarbeit: Verletzen Märkte die Menschenwürde?

Güter und Dienstleistungen werden auf Märkten getauscht. Aus mindestens zwei Gründen werden Märkte in vielen Bereichen als wichtige Institution verteidigt:

Erstens führen die Konkurrenz zwischen Anbietern und die durch Marktpreise ausgedrückten Informationen über die Knappheit von Ressourcen zu ökonomischer Effizienz, zweitens ist freiwilliger Tausch ein wichtiger Ausdruck ökonomischer Freiheit.

 

Markt und Moral

Dennoch gelten Märkte in manchen Bereichen als moralisch problematisch: So wird argumentiert, dass bestimmte Märkte ausbeuterisch sind , wie zum Beispiel Sweatshops, Prostitution oder Organhandel, dass die Kommodifizierung unser Verhältnis zu bestimmten Gütern korrumpieren kann  wie bei Prostitution, eventuell auch in der Bildung,  und dass der Kauf oder Verkauf bestimmter Güter für viele der Marktteilnehmer physisch und psychisch schädlich sei wie bei Prostitution und dem Organhandel.

Argumente für eine Kriminalisierung?

Diese Überlegungen werden manchmal als Argumente für eine Kriminalisierung, manchmal als Argumente für eine staatliche Regulierung der entsprechenden Märkte vorgebracht. Auch die Idee der sozialen Gerechtigkeit spielt oft eine entscheidende Rolle in Argumenten für eine staatliche Regulierung bestimmter Märkte oder sogar für die staatliche Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen  in Gesundheit und der Bildung.

In der Ringvorlesung werden Märkte im Bildungs- und Gesundheitswesen ebenso diskutiert wie Sweatshops, Prostitution und Organhandel. Auch das Verhältnis von Märkten und sozialer Gerechtigkeit sowie die Frage, ob und wie Umweltprobleme durch Marktmechanismen gelöst werden können, werden thematisiert.

 

Wo: Philosophenturm, Von-Melle-Park 6, Hörsaal D
Jun.-Prof. Dr. Mari Mikkola, Institut für Philosophie, Arbeitsbereich Praktische Philosophie, Humboldt-Universität zu Berlin
Öffentliche Ringvorlesung des Philosophischen Seminars im Wintersemester 2014/15

Wann: 19.11.2014, 18:15–19:45

Weitere Informationen: www.philosophie.uni-hamburg.de/Forschung/Ringvorlesung

Neo

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