Lasst die Spiele beginnen!

Die Friedly Pervs veranstalten Playpartys der besonderen Art. Mit ihren Partykonzepten „The Social Playparty“ und „EXPOSED“ bieten die Veranstalter Flo und Hilly viel Raum für das Ausleben erotischer Fantasien. Sobald ihr die Location betretet, lasst ihr ganz automatisch die Realität vor der Tür. Gebt euch anrüchigen Spielen hin und macht euch auf einige Überraschungen gefasst. Unterschiedliche Areas laden dazu ein, eure devoten oder dominanten Neigungen auszuleben oder einfach nur in einer mit Lust aufgeladenen Atmosphäre über die Tanzfläche zu treiben. BDSM-Newcomer sind stets willkommen und die Gastgeber sorgen – zusammen mit ihren teuflischen Helferlein: den „Friendly Devils“ – dafür, dass sich alle wohl und sicher fühlen.

Die nächste „Social Playparty“ findet am 31.08.19 in Berlin Kreuzberg am Mehringdamm im UNTERTAGE statt. Der Club bietet viel Raum zum Feiern, Spielen und verfügt über eine gut sortierte Bar.

Alle, die es in den Norden zieht, sollten sich zudem unbedingt die Kinky Staatsgründung „The Lost Empire“ in der Hamburger Prinzenbar am 7.9.19 vormerken. An diesem Abend wird eine eigene, verruchte Welt geschaffen, in der es überall von mysteriösen Gestalten und perversem Fußvolk wimmelt. Jeder muss hier seinen Platz behaupten – ob Amazonen, freigelassene Sklaven, degradierte Soldaten, FreiheitskämpferInnen, Cyborgs oder Anarchistin. Euch erwartet eine atemberaubende, berauschende Nacht jenseits des Alltags.

Die Partys finden in kleinem Rahmen statt und ein entspanntes und respektvolles Miteinander steht an erster Stelle. Mehr Infos zu den Partys, der Anmeldung und dem Dresscode findet ihr hier:

http://www.friendlypervs.com/

Allein in der großen Stadt?

Ihr hattet gerade erst euer Coming-Out oder wart bisher einfach zu schüchtern, um Kontakt zu anderen BDSMler zu suchen – keine Sorge, da seid ihr nicht alleine! Gerade für Einsteiger ist der Zugang zur Szene nicht immer einfach, da häufig die eigene Unsicherheit im Weg steht, Ängste und Bedenken aus dem Weg geräumt werden müssen. Hilly von den Friendly Pervs organisiert den internationalen Munch, der jeden Freitag in Berlin Kreuzberg stattfindet. Hier könnt ihr euch bei einem gepflegten Kaltgetränk in entspannter Atmosphäre mit anderen BDSM-Interessierten austauschen. Und weil Berlin eine große, bunte und internationale Metropole ist, wird hier natürlich auch Englisch gesprochen. Jeder ist willkommen. Unter folgendem Link findet ihr die Termine und Locations:

https://www.joyclub.de/party/4774775.friendly_pervs.html#aktuelle_termine

Aber lassen wir doch einmal die Veranstalter selbst zu Wort kommen. Flo von den Friendly Pervs – alias FetHead hat uns zu allen Fragen, die uns auf den Fingern brannten, Rede und Antwort gestanden. FetHead ist als DJ und Musiker international in der Fetish Szene gefragt und hat bereits in den begehrtesten Metropolen wie Berlin, Wien, Tokyo, Los Angeles, Moskau und Prag aufgelegt. Mit seiner eigenen Eventreihe „Friendly Pervs – The Social Play Party“ prägt er mittlerweile die hedonistische Szene Berlins und anderer Städte wie Hamburg oder Wien. Seine aktuelle EP „The Unspoken“ ist allen extravaganten Nachtschwärmern gewidmet und spiegelt die exzessive Stimmung seiner durchfeierten Nächte wieder. Die sechs Tech-House-lastigen Tracks sind auf Beatport, iTunes und Amazon erhältlich.


Du bist fast jedes Wochenende auf einer Party als DJ in den unterschiedlichsten Metropolen unterwegs – was machst du eigentlich, wenn Du mal nicht hinter den Plattentellern stehst und wie bist du zu deinem Job als DJ gekommen?

Ich bin eigentlich Musikproduzent und kam erst vor 4 Jahren durch meine My Secret Session zum Djing, hier treffen Musiker auf DJs zur gemeinsamen Improvisation aufeinander.
Mit meiner Band My Secret Playground toure ich regelmäßig durch die Lande und habe vor kurzem meine LP „Sounds of a Decade“ veröffentlicht.
Musik ist meine Berufung und ich habe vor 5 Jahren alles auf eine Karte gesetzt. Seither bin ich selbständig als Musiker, Veranstalter und DJ.

Du bewegst Dich in einer Parallelgesellschaft die geprägt ist von Lust, Ekstase und Frivolitäten – heißt es auf Deinem Joy-Club-Profil. Wie gelingt es dir, aus den alternativen Realitäten wieder aufzutauchen und zurück in den Alltag zu finden?

Zu Beginn war alles sehr sehr spannend und wie eine nicht enden wollende Reizüberflutung. Mittlerweile ist die Umgebung relativ normal für mich geworden. Trotzdem empfinde ich es als Privileg für so viele aufgeschlossene Menschen spielen zu dürfen, die alle den gleichen Vibe leben und für die Toleranz genauso wichtig ist wie für mich!

Friendly Pervs – das hört sich doch mal einladend an. Und viele Newcomer suchen ja genau das: Einen freundlichen und angenehmen Einstieg in die Szene. Kannst du uns ein wenig über euer Konzept erzählen?

Newcomer machen ein gutes Viertel auf unseren Events aus. Viele kennen wir vom International Munch, ein Stammtisch für BDSM Interessierte, jeden Freitag in Berlin. Die Grundidee war es, eine Party zu kreieren, die auch uns gefallen würde. Als Beispiel: viele Männer wissen wie schwer es ist, mit manch Damen ins Gespräch zu kommen. Darum haben wir einige Social Games eingeführt, die den Kontakt entspannt und lustig machen. Bei uns gibt es Missionskarten, einen Treasure Hunt, einen Contest und die Friendly Devils, die stets umsichtig nach dem Rechten schauen. Außerdem haben wir immer ein offenes Ohr für unsere Gäste. Teilweise sind mehr Frauen als Männer anzutreffen. Wir denken das liegt einerseits am Vertrauen und andererseits daran, dass wir vorab uns die Gäste relativ genau anschauen und versuchen deren Interessen herauszufinden. Das ergibt eine für alle angenehme Mixtur an Menschen, die zusammen passen.

Mit welchen Unsicherheiten haben BDSM-Einsteiger deiner Meinung nach am häufigsten zu kämpfen?

Da kann ich selbst aus Erfahrung sprechen. Zu Beginn macht man sich die schlimmsten Vorstellungen was jemanden auf einer BDSM Party erwarten könnte. Da gehört schon viel Mut dazu über seinen Schatten zu springen. Erst einmal dort findet man schnell heraus, dass die Menschen einem nichts Böses wollen. Ich habe selten so viele freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen, wie auf BDSM Events. Im privaten Bereich ist Empathie genauso wichtig wie Erfahrung im BDSM. Seinen Partner zu verstehen und seine Limits zu kennen sowie zu respektieren, ist für mich sehr wichtig. Dabei spielt es keine Rolle ob man den dominanten oder devoten Part einnimmt. Respekt hat oberste Priorität.

Du und Hilly, ihr organisiert den internationalen Stammtisch in Berlin und zudem noch einen Beginner Talk. Wie ist eure Erfahrung – wächst die BDSM-Szene in Berlin?

Ja, beides organisiert Hilly. Die Szene ist definitiv am Wachsen, weil ja auch ständig neuen Leute nach Berlin ziehen. Das internationale Publikum macht das ganze so interessant. Gleichzeitig drängen immer mehr Veranstalter auf dem Markt. Mit den meisten hat man ein gutes Verhältnis und spricht seine Termine auch ab. Wir hoffen, dass sich die Szene nicht abnutzt und zu sehr kommerzialisiert. Nach dem Motto „Quantität statt Qualität.“

Bei eurer Social Playparty macht ihr auf gemeine und anrüchige Spiele neugierig. Das hört sich nach einem handfesten Animationsprogramm an. Wie ist die Idee entstanden und verrätst du uns ein wenig darüber, wie diese Spiele ablaufen?

Sich einen Teil seiner Kindheit zu bewahren ist sehr wichtig! Warum diese Verspieltheit nicht positiv für den Kontakt nutzen? Oft schauen wir in strahlende Augen wenn sich jemand auf die Suche nach Captain Cocks Schatz macht. Dieser führt durch den gesamten Club und ist dem „Escape Room“ nachempfunden. Um Mitternacht treten 3 Paare in einem Contest gegeneinander an. Mehr wird erstmal nicht verraten 😉

Wie ist der Altersdurchschnitt auf euren Veranstaltungen? Darf man sich auch noch mit Ü40 auf eure Playpartys wagen?

Sonst dürfte ich ja selbst nicht mehr kommen 😀
Das Durchschnittsalter bewegt sich zwischen 25 und 35, aber bei uns ist jeder willkommen!

Ab 50 hören wir manchmal, dass wir kindisch sein. Das wollen wir im spielerischen Kontext auch unbedingt sein und bleiben 😉

Du bist selbst bekennender Switcher. Was genau reizt dich daran, ab und an die Rollen zu wechseln?

Ich bin primär sehr devot veranlagt, in sexueller Hinsicht. Ich denke als Switcher kann man sich gut in sein Gegenüber hineinversetzen und verstehen was im Kopf des anderen vorgeht. Ich glaube nicht, dass diese Empathie alle rein dominanten Personen besitzen können. Wenn Zwei oder Mehrere Switcher zusammen sind, erweitert dies die Spielmöglichkeiten enorm. Deinen Fantasien sind so kaum Grenzen gesetzt, egal welcher Natur.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, reinzuhören, was euch an Sound auf den Partys erwartet, findet Ihr Tracks von FetHead auf #soundcloud –> https://soundcloud.com/fethead

Lilium

Lilium

Lilium hat ihr Studium in Literaturwissenschaften und Mediävistik mit dem Schwerpunkt Sadomasochismusforschung abgeschlossen und lebt ihre BDSM-Neigung auch im Alltag offen aus. Die gebürtige Berlinerin ist nicht nur wahnsinnig neugierig darauf, was andere zu erzählen haben, sondern gibt zudem gerne einen Einblick in ihre ganz privaten Leidenschaften.

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