Meine Hände zittern. Nur ein wenig, meinen Kollegen im Büro fällt es sicher nicht auf. Ich halte mein Telefon in den Händen und kann meine Augen nicht von deiner Nachricht lösen. Ich habe dich unterschätzt, als wir uns vor einer Woche kennenlernten, warst du so zurückhaltend, so lieb. Ich nehme solche Männer nicht ernst. Deine Nachricht ist hart und unmissverständlich.
Meine Tasche fest umklammert, gehe ich langsam in Richtung Toilette, knalle hektisch die Kabinentür zu und beginne meinen Rock hoch und die Strumpfhose runter zu ziehen. Dann den String. Ich stopfe das kleine, nasse Ding zusammengeknüllt in die Handtasche und verlasse die Toilettenkabine, nachdem ich meine Kleidung wieder sortiert habe. Noch eine halbe Stunde, ich versuche mein Make-Up zu retten, eine neue Schicht Lippenstift, mehr Mascara, bis es in Klumpen von meinen Wimpern hängt. Ich gebe auf. Zu nervös.
Du hast nicht einmal ein tolles Auto. Ich wollte immer mit einem schicken Wagen abgeholt werden, in meiner Fantasie, aber du öffnest die Tür zu dieser Schrottkarre und schiebst achtlos eine leere Packung Kippen vom Sitz.

Als sich deine Finger fest und schmerzhaft in meinen Schenkel bohren, ist es mir ohnehin egal. Alles verändert sich. Ich spüre deinen Atem an meinem Ohr und werde knallrot, weil du mich mit Worten bezeichnest, die herabwürdigend sind, unfassbar beleidigend, aber ich spüre auf einmal, wie geil mich das macht. Ja, ich will das alles für dich sein, in diesem Augenblick will ich nichts mehr als das. Deine Hand drängt sich unter meine Strumpfhose, zwischen meine Beine. Du bist zufrieden, ich habe gehorcht. Als du mich grob durch die Wohnungstür schubst, stolpere ich und stürze beinahe zu Boden. Du schickst mich unter die Dusche, willst mich danach in Strümpfen und High-Heels sehen. Ich fummele ungeschickt an den Strumpfhaltern herum und fluche dabei leise vor mich hin. Da ich weiß, wie sehr du es hasst, wenn die Halter verdreht sind, gebe ich mir aber Mühe.
Bis auf die Strümpfe und Schuhe nackt begebe ich mich in dein Wohnzimmer. Du hast Kerzen angezündet und es läuft Musik. Das ist nett. Eine ziemlich massive Lederklatsche liegt vor dir auf dem Tisch. Ich bin verunsichert, also sage ich nichts und richte meinen Blick gesenkt zu Boden. Das charakteristische Geräusch, das dickes Leder macht, wenn es gebogen wird, werde ich ab heute wohl nie wieder vergessen.

Ich liege über dem Strafbock, du lässt mich warten, streichelst meinen Arsch, meinen Rücken, ziehst dann leicht an meinen langen Haaren. Du fragst mich, ob mir bewusst ist, warum ich bestraft werden muss. Da ich nicht antworte, knallt der erste Schlag sofort auf meinen Hintern. Der Schmerz überrascht mich, so intensiv, brennend, ich schreie auf und greife mit meinen Händen nach dem Schmerz. Das macht dich wütend. Nachdem du meine Hände mit Handschellen hinter meinem Rücken fixiert hast, kündigst du an, dass du mich nun endlich richtig erziehen wirst. Du willst, dass ich es sage, nach jedem Schlag. Die Klatsche hinterlässt tiefe, rote Spuren auf meinem Arsch und als ich denke, dass ich es nicht mehr aushalte, hältst du einen Vibrator zwischen meine Beine und ich komme. So heftig, dass ich völlig außer Atem bin. Und dann sage ich es noch einmal und dieses Mal meine ich es auch:

Bitte, schlag mich härter!

Diese Anfertigung aus unserer Manufaktur ist ein ganz persönliches Stück und wird dem Besitzer und seiner Sub hoffentlich viele schmerzhaft schöne Stunden bescheren. Hier ein paar Impressionen vom Making-Of:

Lilium

Lilium

Lilium hat ihr Studium in Literaturwissenschaften und Mediävistik mit dem Schwerpunkt Sadomasochismusforschung abgeschlossen und lebt ihre BDSM-Neigung auch im Alltag offen aus. Die gebürtige Berlinerin ist nicht nur wahnsinnig neugierig darauf, was andere zu erzählen haben, sondern gibt zudem gerne einen Einblick in ihre ganz privaten Leidenschaften.

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